SENSATIONELLER DURCHBRUCH
Fermilab Result of the Week: NeuroBayes® findet Hinweise auf neue Materie
In der modernen Physik sind zwei grundlegende Typen der Materie bekannt. Zum einen die “Baryonen” wie beispielsweise das Proton oder das Neutron, zum anderen die “Mesonen” wie das Pion. Diese beiden Typen unterscheiden sich durch die Anzahl der Quarks aus denen sie bestehen – Baryonen bestehen aus drei, Mesonen nur aus zwei Quarks.
Des Weiteren ist bekannt, dass Baryonen untereinander gebundene Zustände bilden können. Protonen und Neutronen “klumpen” zusammen und formen die Elemente des Periodensystems.
Ein hochaktuelles Forschungsthema ist das rätselhafte X(3872)-Teilchen, das zuerst beim Belle-Experiment in Japan und danach beim CDF-Experiment in den USA beobachtet wurde. Seine Eigenschaften lassen sich nicht durch die bisher beobachteten Formen der Materie erklären. Gegenteilig hierzu würden sich viele seiner Eigenschaften wunderbar mit einer bisher unbeobachteten Form der Materie erklären lassen und zwar durch einen gebundenen Zustand aus zwei Mesonen.
Physiker der Universität Karlsruhe am CDF-Experiment haben dieses sonderbare Teilchen mit Hilfe von NeuroBayes® untersucht. Dadurch konnte die weltweit deutlich beste Massenmessung erreicht werden, welche die These der neuen Materie stützt.
Mehr Informationen zu diesem spannenden Thema finden Sie unter dem Titel "Who is Mister X?" auf http://www.fnal.gov/pub/today/archive_2008/today08-12-04.html.



